Nagerkäfig Einrichtung – Was gehört in einen Nagerkäfig

Wir möchten euch einen Überblick geben, was in einen Nagerkäfig gehört. Natürlich haben verschiedene Nagerarten auch verschiedene Ansprüche, daher gehen wir im laufe des Artikels auch im einzelnen auf Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse ein.

Bevor es aber an die Käfigeinrichtung geht, solltet ihr einen geeigneten Käfig für euren Nager haben. Wir haben euch hierfür einen Artikel geschrieben, in dem ihr erfahrt worauf ihr achten solltet.

Der artgerechte Nagerkäfig

 

Futter/Wassernapf

Am wichtigsten ist, dass immer genügend Futter und Wasser zur Verfügung steht.

Zum Trinken bieten sich Nippeltränken oder Näpfe an. Nippeltränken haben den Vorteil, dass man sie leicht an den Käfig hängen kann und sie so nicht von den Nagern umgeworfen werden können. Außerdem verunreinigen sie nicht so schnell mit Streu oder Dreck. Der Nachteil ist aber, dass sich Bakterien schnell vermehren, weshalb sie täglich mit heißem Wasser ausgespült werden sollten. Auch sind manche Flaschen schlecht konzipiert, wodurch sie tropfen, oder bei manchen nur wenig Wasser raus kommt.

Die zweite Variante ist ein Napf. Dieser sollte nicht aus Plastik sein, da diese schnell angenagt und umgeworfen werden 😀 Das gilt natürlich auch für einen Futternapf.
Näpfe haben den Vorteil, dass sie leicht zu reinigen sind und die Nager sie nicht annagen können(sofern sie nicht aus Plastik sind). Allerdings verschmutzen sie schnell durch Futter oder Streu. Und je nachdem was für ein Napf ihr nutzt, können sie natürlich auch umgeworfen werden. Wir haben für unsere Nager als Futternapf einen Hundenapf aus Keramik genommen. Da passt genug Futter rein und sie schaffen es nicht, ihn umzuwerfen.

Schlafplatz

Grundsätzlich solltet ihr immer mehrere Schlaf- und Versteckmöglichkeiten anbieten, damit sich eure Nager auch mal aus dem Weg gehen können.

Bei Einzelgängern wie zb. Hamster oder Streifenhörnchen solltet ihr auch mehrere Schlafplätze haben, damit sie auch mal ihren Platz wechseln können. Hierfür könnt ihr zb. Häuser, Kokosnüsse oder auch Hängematten nehmen. Je nachdem was für einen Nager ihr habt und welche Vorlieben eure Tiere haben.

Zum Auspolstern der Schlafplätze könnt ihr zb. Zewa, Heu oder Zeitung nehmen.

Einstreu

Beim Einstreu habt ihr die Qual der Wahl. Hier liegt es Hauptsächlich an euren Vorlieben.

Die meisten Leute nehmen normalen Holz Einstreu*, welches Grundsätzlich auch gut geeignet ist. Es ist sehr saugfähig und weich an den Pfoten. Allerdings staubt es, was für empfindliche Nager, wie zb Ratten nicht gut ist, da sie schnell Atemwegserkrankungen entwickeln können. Es gibt aber auch Varianten die nicht so stark stauben, dass ist bei verschiedenen Marken unterschiedlich.  Achtet auch darauf, dass keine Geruchsstoffe hinzugefügt wurden.

Hanfeinstreu*oder Baumwollstreu* sind hier gute Alternativen. Sie stauben nicht, sind saugfähig und für empfindliche Nager geeignet. Das Baumwollstreu ist auch weich an den Pfoten. Eine günstigere Variante ist Buchenholzgranulat*. Es ist ebenso staubfrei und sehr saugfähig.

Wenn ihr unter Allergien leidet solltet ihr lieber ein nicht staubendes Einstreu bevorzugen.

Was wir nicht als Einstreu empfehlen würden sind Pellets, da diese zwar sehr saugfähig sind, für die Tiere aber oft eher unangenehm zum laufen sind. Außer ihr packt eine dicke Schicht Stroh und dann noch ein Überstreu darauf. Grundsätzlich ist das aber eher für große Nager, wie Kaninchen oder Meerschweinchen geeignet.

Beim Kauf von Einstreu solltet ihr auch auf die Angabe von Kilo oder Liter achten. Wenn der Inhalt in Liter angegeben wird, ist es viel weniger. Zb 1 Liter Baumwollstreu ergibt nur ca 150 Gramm.

 

Bewegung/Klettern

Nager lieben es zu laufen, hoppeln und klettern. Hierfür solltet ihr ihnen genug Möglichkeiten bieten. Äste, Seile, Ebenen oder Leitern. Hamstern und Mäusen kann man auch ein Laufrad zur Verfügung stellen. Ihr müsst dabei nur ein paar Punkte beachten.

  • benutzt bitte keine Laufräder aus Metall, die offene Sprossen haben. Hier können sich eure Nager stark verletzen
  • Das Befestigungsmaterial muss richtig festgeschraubt werden
  • Es sollte aus Holz, Metall(keine offenen Sprossen) oder speziellem Plastik, welches nicht splittert beim annagen, bestehen
  • auch zu kleine Laufräder solltet ihr nicht benutzen, da es zur starken Verkrümmung der Wirbelsäule kommen kann, wodurch die Tiere dauerhaft Schmerzen haben werden.

Richtige Größe ermitteln:
Um die richtige Laufradgröße zu berechnen, müsst ihr die Länge eures Nagers messen und verdoppeln.

Durchmesser des Laufrades = 2 x Länge des Tieres.

Baden

Viele Nager wie zb. Hamster, Mäuse oder Chinchillas lieben es ein Sandbad zu nehmen. Hierfür könnt ihr einfach eine Schüssel oder ein extra Badehaus nehmen. Je nach Tier könnt ihr euren Lieblingen aber auch beibringen ihr Geschäft dort zu verrichten, indem ihr den Kot immer wieder dort hinein legt.

Als Sand solltet ihr aber keinen normalen Vogelsand verwenden, weil dieser Muschelstücke enthält und spitzere Körner hat. Außerdem riecht er mehr, wenn die Nager ihn auch als Toilette benutzen. Nehmt hier lieber Chinchillasand*, da die Sandkörner abgerundet und weicher sind.  

Abnutzung für Krallen und Zähne

Bei Nagern wachsen die Zähne und Krallen ein Leben lang nach, weshalb es wichtig ist, dass wir ihnen Möglichkeiten bieten um diese abzunutzen. Für die Zähne könnt ihr ihnen Mineraliensteine oder Knabberstangen (ohne Zucker) anbieten. Da Nager aber natürlich auch gerne alles anknabbern, bieten sich hier auch alle Holzgegenstände an. Die Krallen nutzen sich durch das klettern auf Ästen ab. Bei Kaninchen und Meerschweinchen funktioniert das leider nicht 😀 Daher müsst ihr die Krallen schneiden. Die nutzen sich lediglich durch Freilauf im Garten zb. durch Buddeln ab.

 

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